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SSD oder HDD – Welche Festplatte ist die Richtige?

 

 

SSD oder HDD

Der Massenspeicher eines Laptops oder Convertible Notebooks hat entscheidenden Einfluss darauf, wie alltags-tauglich das Gerät ist. Dass die Rechenleistung des Computers vor allem von den jeweiligen Prozessoren und Arbeitsspeichern bestimmt wird, ist hinlänglich bekannt – aber was ist ein Computer ohne Daten?

 

Die Daten werden von der Festplatte verwaltet. Sie regelt, wie viele Bytes gespeichert werden können und wie schnell diese zur Verfügung stehen. Die ersten mobilen Computer, wie etwa der Compaq Portable III aus dem Jahre 1987, waren mit 5,25 Zoll HDDs ausgerüstet und konnten in der Premium-Klasse bis zu 40 MB Daten speichern.

 

Aktuelle Notebooks können auf bedeutend kleinere SSD Festplatten mit 1 TB zugreifen. Damals wie heute gilt allerdings der Leitsatz, dass für die passende Festplatte nicht nur Kapazität und Baugröße ausschlaggebend sind. Die Zuverlässigkeit und der Preis spielen eine ebenso wichtige Rolle und daher bleibt die Frage nach SSD oder HDD weiterhin sehr interessant.

 

 

SSD: Spitzengeschwindigkeit hat ihren Preis

 

Solid State Drives (SSD) gibt es am Consumer-Markt seit fast zehn Jahren. Durch die beeindruckenden Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben von Daten, haben SSDs von Beginn an ihre Nutzer überzeugt. Im Test schaffen SSDs 175.000 Lese- und 85.000 Schreibzugriffe pro Sekunde.

 

Zum Vergleich: HDD Festplatten bringen es auf einige Hundert Zugriffe pro Sekunde.

 

 

SSDs setzen auf Halbleiter-Bauteile als Speichermedium. Die Daten liegen auf Halbleiter-Chips und können ohne Zeitverlust ausgelesen werden. Der Tempo-Gewinn wirkt sich besonders dann aus, wenn auf viele unterschiedliche und kleine Datenmenge zugegriffen wird. Das Laden von Betriebssystem und Programmen wird somit erheblich beschleunigt.

Ein weiterer Vorteil von SSDs ist mittlerweile der geringere Stromverbrauch. Gerade beim Einsatz in Laptops oder Convertible Notebooks können damit entscheidende Akku-Minuten gewonnen werden. All diesen Vorteilen steht jedoch ein erheblicher Nachteil gegenüber, und zwar der Preis.

 

Eine 1 GB große SSD kostet immer noch das Fünf- bis Zehnfache gegenüber einer HDD.

 

 

HDD: 50 Jahre und immer noch top

 

hard disk driveSeit IBM 1956 die ersten Magnet-Scheiben-Speicher entwickelt hat, haben Hard Disk Drives (HDD) die Evolution des PCs geprägt. Das einfache Prinzip und die sehr lange Erfahrung machen HDDs zu einer zuverlässigen Technologie. Mittels eines beweglichen Schreib-/Lesekopfes werden die Daten auf Magnet-Scheiben gespeichert und wieder abgerufen.

 

Im Gleichklang mit Moore’s law verdoppeln die Hersteller die Speicher-Kapazität alle ein bis zwei Jahre. Mittlerweile sind wir bei 10 Terabyte angelangt und ein Ende ist nicht in Sicht. Neben der Kapazität haben HDD-Hersteller in den letzten Jahren auch Geschwindigkeit und Baugröße erheblich weiter entwickelt. Verbesserte Controller und höhere Umdrehungszahlen der Magnet-Scheiben machen Hard Disk Drives zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für SSDs.

 

Vor allem durch die Einführung der Festplatten mit 1,8 Zoll sind HDDs auch für flache Laptops und Convertibles interessant. Bei der Wahl zwischen SSD oder HDD haben Letztere, abgesehen von der Geschwindigkeit, noch zwei erhebliche Nachteile. Zum einen verursachen die Motoren, die für die Magnet-Scheiben und Schreib-/Leseköpfe zuständig sind, Geräusche. Obwohl sich auch hier einiges getan hat, bleibt es für geräuschempfindliche Ohren wahrnehmbar.

 

Zum anderen sind HDDs im Betrieb sehr anfällig gegen Stöße. Ein Schreib-/Lesekopf, der aufgrund einer Erschütterung auf die Magnet-Scheibe prallt, kann einen erheblichen Schaden von sich tragen. Nichtsdestotrotz sind HDDs zuverlässig und in jedem Fall als eine günstige Alternative mit brauchbarer Performance anzusehen.

 

 

SSHD: Das Beste aus zwei Welten

 

Die Antwort auf die Frage „SSD oder HDD?“ kann auch ein Kompromiss sein. SSHD-Festplatten sind sogenannte Hybrid-Festplatten, bei denen einer herkömmlichen HDD ein zusätzlicher Flash-Speicher zur Seite gestellt wird, der als Zwischen-Speicher (Cache) fungiert. Die Absicht dahinter ist einfach zu erraten: Die Mini-SSD, meist in der Größe von 8 GB, soll den Geschwindigkeits-Nachteil der HDD ausgleichen und hohe Speicher-Kapazität zu geringen Kosten verfügbar machen.

 

Das Konzept funktioniert in der Praxis sehr gut. SSHDs sind geringfügig langsamer als SSDs und etwas teurer als Hard Disk Drives. Für alle, die Geschwindigkeit bei hohen Kapazitäten benötigen, sind Hybrid-Festplatten eine sehr gute Wahl. Die Nachteile, die sich aufgrund der beweglichen Teile der HDD und des etwas höheren Stromverbrauchs ergeben, bleiben allerdings bestehen.

 

 

SSD oder HDD bei Convertible Notebooks?

 

flash speicher2in1 Notebooks sind eine echte Weiterentwicklung der letzten Jahre. Obwohl es Convertible Notebooks schon seit geraumer Zeit gibt, ist erst mit dem Einzug von Multi-Touch-Displays und der Verschlankung der letzten Jahre die Kombination von Laptop und Tablet in einem attraktiv geworden. Die meisten Hersteller bieten ihre Geräte wahlweise mit SSD oder HDD an.

 

Wer vor der Wahl steht, sollte sich gut mit seinem eigenen Bedarf auseinandersetzen. Als kleine Entscheidungs-Hilfe wollen wir kurz beleuchten, welche Festplatte für welchen Typ passt.

 

Der HDD-Typ:

 

  • hat mit großen Datenmengen zu tun
  • kommt mit seiner Akku-Laufzeit gut zurecht
  • geht sorgsam mit seinem Notebook um
  • ist preisbewusst

 

Der SSD-Typ:

 

  • legt Wert auf schnelle Ladezeiten
  • ist schnell am Limit der Akku-Laufzeit
  • benötigt ein robustes Gerät
  • verfügt über das notwendige Budget

 

 

Fazit

 

Bei der Neuanschaffung eines Laptops bzw. eines PCs stehen viele vor der Entscheidung ob SSD oder HDD. Für eine HDD spricht definitiv die ausgereifte Technik und die gleichzeitig hohe Speicher-Kapazität bei geringen Anschaffungskosten. Eine SSD hat dagegen in Bezug auf Lese- und Schreib-Geschwindigkeit eindeutig die Nase vorn. Zudem ist sie deutlich effizienter im Stromverbrauch und lässt sich auch durch den ein oder anderen Stoß nicht negativ beeinflussen.

 

Egal wie die Entscheidung schlussendlich ausfallen mag. Beide Technologien sind mittlerweile sehr zuverlässig und liefern ein solides Datenmanagement für den Alltag.